DISTRIBUTION
SEMINARE
SERVICE
EVENTS
LINKTIPPS
|
CUBA
MILCH FÜR CUBAS KINDER
23 Min., Gerhard Faul, BRD 1994
Am 16. Oktober 1981 schlossen die DDR und Cuba einen Vertrag über die Lieferung von Milchpulver im Austausch gegen Futtermittelhilfe. Als jährliches Plansoll sollte die Menge von 22.000 t Futtermittel aus Cuba erreicht werden. Der Vertrag hatte eine Laufzeit bis zum Jahr 1995. Hintergrund bildet ein Gesetz auf Cuba, das jedem Kind bis zum Alter von 7 Jahren täglich einen halben Liter Milch kostenlos garantieren soll. Hierin liegt unter anderem der Grund für die niedrige Kindersterblichkeit auf Cuba. Im Einigungsvertrag hat sich die BRD laut Artikel 29 zur Rechtsnachfolgerin der DDR in außenpolitischen Verpflichtungen erklärt. Im Artikel 12 verpflichtet sich die BRD, die Verträge "unter den Gesichtspunkten des Vertrauensschutzes, der Interessenlage der beteiligten Staaten und der vertraglichen Verpflichtungen der BRD... mit den Vertragspartnern
der DDR zu erörtern, um ihre Fortgeltung, Anpassung oder ihr Erlöschen zu regeln bzw. festzustellen." Sämtliche mit Cuba bestehenden Verträge wurden gekündigt und die Milchpulverlieferung zum 1.1.91 für beendet erklärt. Damit hat die BRD-Regierung auch die neuen Bundesländer in den Wirtschaftsboykott der USA gegen Cuba einbezogen. Die Schulden Cubas an die DDR, einschließlich der Kredite in Höhe von ca. 700 Mill. Rubel, wurden stattdessen in DM umgerechnet. Gerhard Faul will auf die Situation der cubanischen Kinder aufmerksam machen: "Wir erfahren doch kaum etwas über ihre Not in unseren Medien. Anstatt diesen sinnvollen Vertrag einzuhalten, wurde Cuba zum Feind erklärt - darunter leiden am meisten die Kinder, die nichts dafür können".
Filmnummer: C 28, VK 75 Euro, Stichwort: Cuba, Wirtschaftsboykott
|
|